In Kirchen, Katakomben und ins kunstvoll gestaltete Ordinariat

03.09.2026 | „Tag des offenen Denkmals“: In der Erzdiözese Freiburg öffnen am 13. September ganz besondere Gebäude ihre Türen

Freiburg. Geschichte und Gebäude sollen beim „Tag des offenen Denkmals“ erlebbar werden. In diesem Jahr lautet das Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur – Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“. Am 13. September öffnen Kirchen, Katakomben oder auch das kunstvoll gestaltete Ordinariat. Eine Themenseite liefert unter www.ebfr.de/denkmaeler eine Programmübersicht und zeigt übersichtlich die Aktionen der Erzdiözese auf.

Ein Verwaltungsgebäude als Hingucker

Das Erzbischöfliche Ordinariat an der Schoferstraße in Freiburg öffnet seine Türen am 13. September von 14 bis 17 Uhr. Das im November 1906 eingeweihte Gebäude der Bistumsverwaltung hat eine bewegte Geschichte. Die Erzdiözese lädt dazu ein, hinter die imposante Fassade des Gebäudes zu blicken. An diesem Tag sind sonst nicht zugängliche Räume wie der Thomas-Nörber-Saal und auch der große Sitzungssaal für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. Beide Räume bestechen mit ihren goldenen Malereien; das kunstvoll gestaltete Treppenhaus ist ein Kleinod aus Malerei im byzantinischen Stil. Zur historischen Einordnung: Das eng an den Historismus und den Jugendstil angelehnte Gebäude sollte zu seiner Entstehungszeit „einem Regierungsgebäude des Metropoliten der Oberrheinischen Kirchenprovinz würdig sein“, so der damalige Leiter des Erzbischöflichen Bauamts Raimund Jeblinger, auf den der Bau zurück geht.
 
Das Ordinariat in Freiburg besticht durch die besondere Baukunst.
 
In direkter Nachbarschaft öffnet die Münsterbauhütte ihre Pforten. Spannende Einblicke in die dortige Arbeit liefern ab 14 Uhr stündliche Führungen durch die Werkstatt. In der aktuellen Sonderausstellung „Farbe am Freiburger Münster“ erfahren Besucherinnen und Besucher, wie Menschen, Material und Technik bis heue eng verknüpft sind und gemeinsam dazu beitragen, das Freiburger Münster für kommende Generationen zu bewahren.  

Aktionen und Angebote von Mannheim bis zum Bodensee

Nicht nur in Freiburg, sondern in vielen weiteren Orten der Erzdiözese gibt es Aktionen und Angebote zum Tag des offenen Denkmals. Eine kleine Auswahl von Nord nach Süd und Ost nach West:
 
  • Walldürn-Rippberg: Hier öffnet die liebevoll von den Einheimischen bezeichnete „Bergkirche“ St. Sebastian ihr Portal mit einer Führung um 14 Uhr, auch anschließend ist die Kirche mit ihrem besonderen Orgelprospekt von 1683 weiterhin geöffnet.
  • Mannheim: In der Quadratestadt bieten sich mit der Magdalenenkapelle (Führungen 14 Uhr und 16 Uhr) und der Liebfrauenkirche (buntes Programm mit Gottesdienst, Führung und Orgelkonzert von 8 bis 13 Uhr) ebenfalls Orte zum Verweilen an.  
  • Karlsruhe: Es gibt zahlreiche Aktionen zum Tag des offenen Denkmals in der Fächerstadt. Ein Highlight ist das Glockenkonzert der Pfarrkirche St. Bernhard um 14.15 Uhr, das die klangliche Vielfalt des Geläuts eindrucksvoll erlebbar macht.
  • Rheinmünster-Schwarzach: Das bekannte Münster Schwarzach mit seiner romanischen Bauform und bewegten Geschichte ist ein Highlight der Romanik im Erzbistum. Die Führung zur Geschichte und Architektur des Münsters beginnt um 14 Uhr.
  • Friesenheim: Die eindrucksvolle Klosterkirche Schuttern mit ihrer Krypta und dem dortigen Mosaik laden ein, in eine andere Zeit einzutauchen. Das Klostermuseum hat geöffnet. Ab 13.30 und 15.30 Uhr finden Führungen durch die Kirche und die Ausgrabungen statt.
  • Gengenbach: Die Stadtkirche St. Marien mit ihrer atemberaubenden bunten Ausmalung zeigt die Hochphase der Neuromanik. „Wenn Steine sprechen und Bilder erzählen“ lautet der Titel einer Führung, die um 15 Uhr beginnt.
  • Ettenheim: Die Pfarrkirche St. Bartholomäus öffnet ihre Tore. Die barocke Kirche besitzt die Besonderheit eines Bischofsthrons außerhalb von Freiburg und Konstanz, ohne je Bistum gewesen zu sein. Der Bischof von Straßburg Kardinal Louis de Rohan residierte hier Ende des 18. Jahrhunderts im Exil. Die Besonderheiten dieser Kirche gibt es in einer Führung um 16 Uhr zu sehen.
  • Radolfzell: Zusätzlich zum Tag des offenen Denkmals am Wochenende 12./13. September feiert Radolfzell das 1200-jährige Stadtjubiläum zum Todestag ihres Gründers, des heiligen Bischofs Radolt (Jubiläumswochenende mit traditionellem Altstadtfest - Stadtjubiläum Radolfzell). Der Tag beginnt feierlich mit der Uraufführung einer neuen Messe ab 9.15 Uhr im Münster. Sie entsteht eigens für diesen Ort, diesen besonderen Anlass und für die Menschen, die hier singen, musizieren und gemeinsam Gottesdienst feiern, also Verbindungen zum Denkmal schaffen.
  • Engen: Die Stadtkirche Mariä Himmelfahrt lädt mit der Besonderheit einer Dachbodenführung um 14 Uhr ein, das Denkmal einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen.
 
Die Pfarrkirche St. Bartholomäus in Ettenheim besitzt eine Besonderheit.

Weitere Informationen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat zum Aktionstag wie jedes Jahr das bundesweite Programm auf einer Internetseite freigeschaltet.  Auf www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm können sich Interessierte mit Hilfe einer Suchmaske durch das Angebot klicken und nach besonderen Orten und Führungen stöbern.
 
(mf)